Unser Ausrüster

 

Rejka Vanua

 
Vaude Campo Compact
 
  Chagga Tours LTD. ist eine Firma, die dem nachhaltigen Tourismus verpflichtet ist. Den Anspruch setzen wir bei unseren Touren um, u.a. durch faire Bezahlung unserer Mitarbeiter, umweltgerechtes Verhalten, Unterstützung einer Schule und eines Fonds zur Erhaltung der Natur am Kilimanjaro.

Unsere Bergtouren sind speziell auf Touristen zugeschnitten, die Komfort erwarten
und bereit sind, einen fairen Preis für eine sehr gute Leistung zu bezahlen. Das heißt:
• Im Mittelpunkt unserer Fürsorge steht das Wohl der uns anvertrauten Bergwanderer
• Im Rahmen der individuellen Grenzen eines Bergwanderers bringen wir ihn zur Spitze
• Erfahrene, verantwortungsbewusste und gut ausgerüstete Mannschaft
• Trinkgeld ist bei uns freiwillig und keine versteckte Kostenposition! Niemand wird nach
  Trinkgeld fragen und Trinkgeld erwarten!
• Wir respektieren die Obergrenze der Nationalparkverwaltung bezüglich der Tragelast der
  Porter von 20kg und die Auflagen zum Mindestlohn.
• Hoher Zeltkomfort (Rejka Vanua, Vaude Campo Compact, Salewa)
• Ausgezeichnete Verpflegung

Die Touren werden überwiegend vom staatlich geprüften Bergführer Mike Nelson geleitet, der schon mehr als 150mal Gruppen aller Größen auf den Kilimanjaro geführt hat und speziell geschult ist, Höhenkrankheit zu erkennen und entsprechend zu handeln. Mike und unsere Assistent-Bergführer sprechen gut Englisch und sind mit Handy ausgerüstet.

Unser Service enthält:
• Betreuung des gesamten Aufstiegs durch den Bergführer beginnend mit einer Vorbesprechung
  am Tag zuvor bis zur feierlichen Überreichung der Gipfelurkunde nach der Rückkehr ins Hotel
• Transport vom Hotel zum Eingang des Nationalparks und zurück
• Träger (pro Bergwanderer werden in Abhängigkeit von der Gruppe 3–4 Träger kalkuliert), Koch,
   Assistent-Bergführer, Bergführer
• Essen, Kaffee, Tee, Geschirr, Besteck, Waschwasser
• Zelte, Tische, Stühle

Wir bringen die Bergsteiger zur Spitze im Rahmen ihrer Möglichkeiten!

Der Kilimanjaro wäre für jeden Bergwanderer mit guter Kondition besteigbar, wenn die Höhenkrankheit nicht wäre. Für den Mt. Everest gibt es die Einschätzung aus dem Dokumentarfilm „Everest“, dass es den unmittelbaren Tod eines Menschen hervorrufen würde, mit einem Hubschrauber vom Basiscamp zur Spitze zu fliegen, abgesehen davon, dass das technisch nicht möglich ist. Eine Methode, die Höhenkrankheit zu vermeiden, ist der langsame Aufstieg. Ein erfahrener Bergführer erkennt sofort, wenn ein Bergwanderer Probleme bekommt und empfiehlt dann entsprechende Maßnahmen, z. B. einen Ruhetag zur Akklimatisation. In kleinen Gruppen oder als Einzelwanderer ist das leichter realisierbar. Zeitdruck ist kein guter Begleiter am Kilimanjaro, wenn man den Uhuru Peak erreichen möchte.


Sicherheitsregeln

Höhenkrankheit
Höhenkranke Bergwanderer bringen wir sicher zurück in ein tieferes Camp während die anderen Mitglieder der Gruppe den Aufstieg fortsetzen. Zurückbringen heißt stützen oder tragen. Das Resque Team des Nationalparks wird informiert, kommt ggf. mit einer rollenden Trage entgegen und stellt ein Auto bereit, um ins Hotel oder ins Krankenhaus zu fahren (Service im Resque Fee enthalten). Wir bieten für 20Euro eine zusätzliche Versicherung, die den Transport per Hubschrauber beinhaltet.

Sauerstoff
Zwei Jahre lang haben wir uns geweigert, Sauerstoff bereitzustellen. Wir sind nun mal Messner-Fans und Mike war ohne Sauerstoff am Everest! Insbesondere amerikanische Bergwanderer verlangen jedoch diese Hilfe. 2005 hat Mike den Tod eines Bergwanderers beobachtet, der schon leichenblass von seinem Touroperator einige hundert Meter tiefer Sauerstoff erhalten hatte und trotz Anwesenheit eines Arztes in der Gruppe gestorben ist. Deshalb hier unsere Regeln:

•  Sauerstoff nur für Wanderer, die höhenkrank sind und den Abstieg antreten
•  Kein Pushen zu höheren Leistungen durch zusätzlichen Sauerstoff

Wir haben ein Oxymeter, ein kleines Gerät, mit dem man den Sauerstoffgehalt des Blutes am Finger messen kann. Wir setzen es ein, wenn Anzeichen von Höhenkrankheit auftreten oder Wanderer es ausdrücklich verlangen. Wir sind immer noch der Meinung, dass die beste Unterstützung für den Aufstieg Langsamkeit, Heiterkeit und Gelassenheit ist. Auf keinen Fall wollen wir mit täglichen Messungen aller Wanderer ein Gefühl der Unsicherheit und des Leistungsdrucks im Camp erzeugen.

Mannschaft
Es ist eine Regel der Nationalparkverwaltung, dass ab 4 Wanderer in der Gruppe zwei Guides mit einer Lizenz als Bergführer die Gruppe begleiten müssen. Der zweite Guide wird bei uns als Assistant-Guide bezeichnet, die Verantwortung liegt beim Guide. Bei größeren Gruppen kommen am Gipfeltag erfahrene Porter (ohne Gepäck) mit zur Spitze, die auch gut Englisch sprechen. Wir möchten, dass je drei Wanderer ihren Ansprechpartner haben. Nur so ist gesichert, dass man am Gipfeltag begleitet umkehren kann. Die Porter erhalten für den Gipfeltag 25$ statt 13$.

Essen
Auch Essen und Trinken tragen nicht unwesentlich dazu bei, den Gipfel zu erreichen. Wir empfehlen pro Tag 3-4l zu trinken, das heißt ausreichend Trinkflaschen im Tagesrucksack zu haben. Das Trinkwasser für den Tag kochen wir nicht ab, sondern filtern es nur mechanisch. Es ist Quellwasser und wir bitten die Wanderer ihre eigenen Mittel zur Entkeimung mitzubringen und je nach Verträglichkeit einzusetzen. Wer sich über die Verträglichkeit (Achtung, manchmal Durchfallgefahr) nicht klar ist, sollte es zu Hause ausprobieren. Am ersten Tag stellen wir Mineralwasser bereit.
Unsere Köche werden von uns ausgebildet und die Zubereitung des Essens vom Guide kontrolliert. Wir berücksichtigen Erkenntnisse der Outdoor-Küche und passen das Essen der Höhenlage an. Wir haben ein Standard-Menue (PDF), sind jedoch offen für Wünsche, insbesondere vegetarisches Essen. Auch kann es mal passieren, dass es am vierten Tag kein Huhn gibt, weil selbiges am dritten Tag davon gerannt ist…

Vorbereitung und Nachbereitung
Die Vorbereitung auf den Kilimanjaro, dem einzigen Berg dieser Höhe, der ohne technische Bergsteigerkenntnisse bezwingbar ist, sollte Monate zuvor beginnen mit Ausdauertraining, insbesondere Bergaufstiegen. Wer keinen Berg in der Nähe hat, sollte Treppentraining in Betracht ziehen: Treppe hoch, Treppe runter usw. Die Ausrüstung könnt Ihr entsprechend unserer Ausrüstungsliste zusammenstellen und wir beantworten jede diesbezügliche Frage.
In Moshi nehmen wir uns einen Tag Zeit vor Beginn der Tour. Euer Guide kommt ins Hotel, erklärt die Tour, prüft die Ausrüstung. Schon einige Male kam Gepäck einen Tag später an und auch aus diesem Grund empfehlen wir den Vorbereitungstag. Trotzdem sollte es selbstverständlich sein, die unersetzlichen Bergstiefel schon im Flugzeug zu tragen. Zum Schluss der Vorbereitung bitten wir Euch alles in Plastik-Tüten zu verpacken, diese in Euer Gepäckstück, das Ihr am Tag abgeben wollt (maximal 12kg) und wir verpacken es dann noch einmal in unsere fast wasserdichten Säcke. wasserdicht bis auf den seitlichen Verschluss . Euer Gepäckstück kann also ein beliebiges sein, in dem Ihr alles gut wieder findet. Alle Wertsachen, Geld, die Flugkarten und der Pass können in der Lodge im Safe deponiert werden. Man braucht eigentlich nur die Passnummer, um sich am Gate und in den Camps einzutragen. Wer sicher gehen will im Höhenrausch die Passnummer nicht zu vergessen, nehme eine Kopie des Passes mit. Ihr verlasst das Zimmer in der Lodge und Euer Gepäck wird sicher in einem Raum gelagert

Euren Müll am Berg könnt Ihr jeden Abend und morgens in einen bereitgestellten Müllsack geben, er muss also nicht persönlich von Euch entsorgt werden, wir tragen ihn aber selbstverständlich runter.

Wir bitten Euch, die Toiletten an den Campplätzen zu benutzen. Die Nationalparkverwaltung hat zum Teil neue Toiletten gebaut, zum Teil sind sie noch eine Herausforderung, wie man im angelsächsischen Raum höflich jedes Problem nennt. Im Krater stellen wir ein Toilettenzelt und entsorgen ohne Zusatz von Chemikalien. Dieser nicht beneidenswerte Job ist zzgl. Porter-Tätigkeit mit 17$ ausgeschrieben.

 
Hear the porter song!
 
  Sicherheit
In Tansania gibt es wilde Tiere, Kriminalität und Menschen, die anders leben als man selber. Darin unterscheidet sich Tansania nicht von jedem anderen Land auf dieser Welt. Um fremden, freundlichen Menschen zu begegnen ist ein Lächeln empfehlenswert. Gegen Kriminelle unternimmt Tansania viele Anstrengungen, z. B. die häufigen Straßenkontrollen durch Polizisten. Wenn es dunkel wird kommt ein Wachmann mit einem Gewehr in die Lodge und geht langsam seine Runden zwischen Pool und Hütten. Es kann passieren, dass man sich so erschreckt über den Wachmann, dass man lieber einen Elefanten gesehen hätte. Diese gibt es am Kilimanjaro leider nur noch in Gips und Beton. In den Camps am Kilimanjaro treiben intelligente Raben ihr Unwesen, die es auf des Wanderers Reste abgesehen haben. Kleinere Tiere werden hin und wieder Wände hoch laufend gesichtet, aber als Glücksbringer begrüßt. Damit sind nicht Schaben gemeint. Auch kann man sich in Moshi auf dem Markt mit folgenden Waffen gegen wilde Tiere ausstatten: Massai-Wurf-Speer, Massai-Keule aus Ebenholz, Massai-Bogen und Pfeile (auf Anforderung vergiftet), ordinäre Gummi-Schleuder. Abschließend empfehlen wir auch die Geheimwaffe von Chagga Tours gegen wilde und zahme Tiere, böse Menschen und Yetis (hier Ketis genannt): Das Porter-Lied (Bitte links klicken für volle 60 Sekunden zum Mitsingen!). Achtung, die Ladezeit kann je nach Verbindungsgeschwindigkeit bis zu 25 Sekunden betragen.