KiliCircle - Standard 283 km und Erweiterungen zum Mt.Meru

Viele wollen den Kilimanjaro besteigen, wenige haben ihn bisher mit dem Bike umrundet. Es gibt tausende Bilder vom Uhuru Peak mit glücklichen Menschen vor dem dunkelblauen Holzschild mit der Aufschrift „Congratulations- you are now at Africa’s highest point!“ Es gibt nur wenige Fotografien mit Touristen am nördlichen Bergfuß des Kilimanjaro, neben runden afrikanischen Hütten und der Berg im Hintergrund ist gänzlich verschneit. Dabei ist es nicht weit dorthin. Der Weg führt durch Massai- und Chagga-Land und windet sich wie eine rote Schlange durch eine Landschaft, die die Seele anrührt.
Wenn Sie von einem Tag zum anderen Ihre Welt vergessen wollen, kommen Sie mit Ihrem Bike zum Kilimanjaro und fahren Sie in 5 Tagen um den Berg herum. Das ist nicht nur eine physische Herausforderung erster Größenordnung, sondern ein Wechselbad der Gefühle für Afrika. Sind Sie je an einem Massai vorbeigefahren, dessen Blick sie verfolgt, während er unbeweglich, gehüllt in ein knallrotes Gewand, am Wegrand steht? Können Sie sich vorstellen, dass sie vor Staub das Bike Ihres Vordermanns nicht mehr sehen können oder die rot-braune Erde nach einem nächtlichen Regen bis an ihre Hüfte spritzt und die Luft so klar ist, dass sich die Akazien wie ein Scherenschnitt gegen den blauen Horizont abheben?

Sie werden sich wie Kolumbus fühlen, denn Sie sind in jedem Dorf, durch das die Bikergruppe rollt, der Event des Monats, nicht nur für die Kinder. Ihr Bike ist ein Fremdkörper in dieser Welt aus Lehm, Gras und Holz. Menschen, die über weniger Geld im Monat verfügen, als Ihr T-Shirt von Adidas gekostet hat fragen Sie aus, wenn Sie sich auf ein Gespräch im Camp einlassen. Kinder sind glücklich, nach einer Reparatur am Wegesrand, Ihr Fahrrad aufpumpen zu dürfen. Fahrräder sind in Tansania ein bedeutsames Transportmittel und natürlich sind die Mountainbikes in ihrer technischen Perfektion ein Objekt besonderen Interesses.

Die Standard-Biketour über 283 km in sechs Etappen mit einem Ruhetag beginnt und endet in Moshi und führt u.a. zum Lake Chala, Afrikas tiefstem See und zur Ndarakwai Ranch, auf der Elefanten, wenn sie da sind, weiden wie anderorts Kühe der Massai. Ein bewaffneter Ranger erwartet die Gruppe, so dass der Weg zur Ndarakwai Ranch für Biker und Elefanten sicher ist.

Die Landschaft, durch die wir fahren ist so abwechslungsreich, wie man es sich kaum vorstellen kann: die kleine Stadt Moshi, grünes Farmland der Chagga mit Bananen und Kaffeesträuchern, die hellbraune afrikanische Savanne, Bergwald und Massaidörfer an den Hängen des Kilimanjaro. Während der gesamten Tour dominieren die eindrucksvollen Berge Kibo, Mawenzi oder Mt. Meru die Landschaft. Die maximal Höhe der Tour ist 2040m, die minimale Höhe 840m. Der Weg ist überwiegend steinig mit stellenweise großen Steinen und teilweise auch staubig. Einige Abschnitte sind sehr steil und die Hitze und brennende Sonne sind eine zusätzliche Herausforderung. Am ersten und letzten Tag fahren wir einige Kilometer auf asphaltierten Straßen, sowie ca. 30km in der Mitte des Weges, ansonsten nur auf unbefestigten Wegen.
Auch die Camps sind sehr unterschiedlich: vom einfachem Camp in einem Chagga-Dorf oder am Lake Chala führt die Tour zu den wunderbar gelegenen Hütten in Rongai und schließlich zu den Luxus-Safari-Zelten der Ndarakwai Ranch.

Mit den Erfahrungen von zwei Jahren Tourdurchführung haben wir die Standard-Tour abgewandelt- verkürzt für die ganz Fitten (4 Tage, gleiche Strecke), verlängert für die Genießer (9 Tage, 540km). Und die Verlängerung hat es in sich, es geht zum Mt.Meru durch Massailand und endet in der Momella Lodge oder der Hatari Lodge mit ein oder zwei Ruhetagen vom Biken, die durch Safaris oder einen Tagesausflug auf den Mt.Meru gestaltet werden können. Bitte sprechen Sie uns für die Feinplanung und die Preise der abweichenden Touren an.

Schauen Sie in die detaillierte Tourenbeschreibung.
 

    Allgemeine Informationen

Wir fahren mit 2-10 Bikern und einem Begleitfahrzeug. Im Fahrzeug werden die Zelte, Wasser, das Essen und die persönliche Ausrüstung transportiert. Bike Guides von Chagga Tours begleiten die Gruppe. Chagga Tours stellt für die Camps die gesamte Infrastruktur, bis auf Schlafsäcke und Isomatten, die mitzubringen sind. Fahrräder können mitgebracht oder ausgeliehen werden. Eine Grundausstattung zur Reparatur von Bikes ist vorhanden.
Wir sprechen Englisch und Kiswahili. Fast während der gesamten Tour funktioniert der Handy-Empfang, ca. einen Tag sind wir ohne technische Kommunikationsverbindung. In Notfällen ist das Fahrzeug in maximal 5 Stunden in Moshi oder Arusha, den größeren Orten mit Krankenhäusern.

Wir lassen uns den Abschluss einer Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport von allen Teilnehmern bestätigen. Informationen über notwendige Impfungen erhalten Sie unter www.travelmed.de

   

<nach oben>
    Tag 1 (Anreise)
Wir empfehlen KLM von Amsterdam nach Kilimanjaro International Airport. Ankunft 21.25 Uhr. Übernachtung in Kilemakyaro Lodge in Moshi.

Tag 2 (Vorbereitung)
Wir bereiten uns auf die Tour vor und machen die Bikes fit. Wir lernen einander kennen, gewöhnen uns an das Klima und besprechen am Pool des Hotels den Verlauf der Tour.

   

<nach oben>
    Tag 3 (54 km, 850 Höhenmeter)
Wir fahren entgegen dem Uhrzeigersinn um den Kilimanjaro. Die Tour beginnt mit 38km Straße von Moshi nach Himo woran sich 16km unbefestigter Weg zum Kratersee Lake Chala, Afrikas tiefstem See, anschließen. Der Streckenverlauf ist moderat hügelig. Am Lake Chala erwartet uns eine Herde Paviane. Wir steigen zum See ab und Mutige können schwimmen und nach dem Riesenkrokodil suchen, das im See wohnen soll. Ein exzellentes Mehr-Gänge-Abendbrot am Campfeuer schließt den ersten Tourtag ab. Übernachtung in unseren Zelten.
   

<nach oben>
    Tag 4 (38 km, 1152 Höhenmeter)
Wir fahren über einen steil ansteigenden Bergrücken nach Norden, parallel zur keniatischen Grenze. Je höher wir kommen, je grüner wird die Landschaft mit den Farmen der Chagga. Nach diesem Volk, das seit Jahrhunderten am Kilimanjaro lebt, haben wir uns benannt, da fast alle unsere Guides und Porter Chagga sind. Die Chagga sind keine ausschließlichen Viehzüchter wie die Massai, sondern bewirtschaften in erster Linie kleine Farmen (Shambas) und Gärten (Kihambas). In den Kihambas werden Pflanzen und Bäume unterschiedlicher Höhe bunt durcheinander angepflanzt, was die Wasserversorgung stabilisiert. Ziel des Tages ist ein Campplatz in Useri (Toiletten- und Waschzelt vorhanden). Wir haben eine Vereinbarung mit dem Dorf abgeschlossen und spenden pro Biker 10$ an die Dorfschule. Wir kochen „local food“ und wer möchte, kann beim Einkaufen des Gemüses helfen. Abends am Lagerfeuer kommen sicher der Bürgermeister und einige Einwohner vorbei, um mit den wazungu (den Weißen) zu sprechen.

   

<nach oben>
   

Tag 5 (30 km, 850 Höhenmeter)
Ab heute haben wir den Kilimanjaro im Visier. Es geht steil hoch zum lokalen Hauptweg, der um den Kilimanjaro herumführt. Die Fahrt geht durch mehrere Dörfer und Marktflecken und garantiert gibt es ein „Tour de France“- Feeling für uns und die Einwohner der Dörfer. Nach 26 km erreichen wir das Etappenziel, die Snow Cap Cottages, am Fuß des Kilimanjaro gelegen mit einem weiten Blick nach Kenia. Warme Duschen, richtige Betten, Kaminfeuer und kalte Getränke sollten Anreiz genug sein. Wer noch Reserven hat kann eine kurze Tour ins Tal machen. Im oberhalb der Cottages gelegenen Bergwald beginnt auch die Rongai Route zum Uhuru Peak.

   

<nach oben>
   

Tag 6 (85 km, 1650 Höhenmeter)
Es geht teilweise sehr steil bergauf und bergab und wir erreichen den nördlichen, abgelegenen Rücken des Kilimanjaro. Rechterhand haben wir wieder den weiten Blick nach Kenia, wo der Ambolseli Nationalpark angrenzt. Wir fahren durch Massailand mit den typischen runden Hütten, vorbei an großen Herden von Kühen und Ziegen. Die traditionell lebenden Massai sind etwas reservierter als die Chagga, aber wenn die Biker grüßen kommt immer ein Gruß zurück. Auf dieser Seite des Kilimanjaro fällt weniger Regen und das karge Weideland geht schließlich über in die trockene braun-gelbe afrikanische Savanne. Der letzte schmale Weg zur Ndarakwai-Ranch ist sehr staubig und wir halten nach den Elefanten Ausschau. Margot & Peter Jones betreiben die Ndarakwai Ranch. Die Ranch grenzt an Land, auf dem Elefanten Futter und Wasserlöcher finden. Hier kann man Tiere beobachten ohne einen Jeep zu benutzen. Peter und Margot betreiben die Ranch nach den Prinzipien des Ecotourismus, wobei es weniger um Prinzipien als um intelligente Lösungen für den Tourismus geht, der den hier lebenden Menschen Einnahmen verschafft und Fauna und Flora nicht schadet. 20$ der Übernachtungskosten geht an den Fond Kilimanjaro Conservancy (www.kiliconservancy.org). Wir sitzen abends am Kamin und können von verschiedenen Plätzen Tiere in der Nacht beobachten. Geschlafen wird in richtigen Betten, in 2-Bett-Luxus-Zelten mit Dusche und Toilette (www.ndarakwai.com).

 

   

<nach oben>
   

Tag 7 (Ruhetag)
Ein ganzer Tag zum Erholen und Genießen der Natur auf der Ndarakwai Ranch. Es ist möglich, begleitet von einem bewaffneten Ranger eine 4-h Walking-Safari zu unternehmen. Einfach nur auszuruhen und zu fotografieren geht natürlich auch. Peter, unser Gastgeber ist Archäologe und hat an den Ausgrabungen in der Oldowai-Schlucht mitgearbeitet und die berühmten Laetoli Fußspuren mit entdeckt, die ein Australopiticus afarensis Pärchen vor rund 3,5 Millionen Jahren hinterlassen hat. Wer an sehr weit zurück liegender Geschichte interessiert ist, hat in Peter, wenn er auf der Ranch ist, einen interessanten Gesprächspartner. Wer möchte kann am Nachmittag Tiere vom Baumhaus aus beobachten (Zebras, Antilopen, Büffel, auch Löwen wurden schon gesehen).
Am Abend organisieren wir ein Fest mahl um den Erfolg der bisherigen Tour zu feiern. Es gibt traditionelle Massai-Gerichte, deren Hauptbestandteil Ziegenfleisch ist. Auf Wunsch der Gruppe kann eine Ziege traditionell geschlachtet und gegrillt werden und man kann bei der Schlachtung zusehen. Ebenfalls auf Wunsch laden wir Tänzer und Trommler aus dem nahe gelegenen Dorf ein. Das heißt aber mittanzen und das mehrere Stunden lang. Die Entscheidung sollte gut überlegt sein.

   

<nach oben>
   

Tag 8 (76 km, 850 Höhenmeter)
Nach so einem faulen Tag kommt dieser „Ausrolltag“ gerade recht. Es ist moderat hügelig, die Landschaft bleibt weit und karg und erinnert an Kalifornien, nur das der schneebedeckte Gipfel des Kilimanjaro linkerhand über den Akazien thront. Schließlich verlassen wir die unbefestigten Wege und fahren 17 km über eine einfache Asphaltstraße und 25 km über eine zweispurige Straße zurück nach Moshi. Kästen von kühlem Kilimanjaro-Bier warten in der Kilemakyaro Lodge auf uns zur Auswertung der Tour. Die Bikes werden gewaschen und es gibt das Zertifikat „KiliCircle“, deren Inhaber sich auf unserer Webseite www.kilicircle.com eintragen lassen können.

   

<nach oben>
   

Tag 9 (Abreise)
Zeit für einen Stadtbummel, auch um etwas Schönes zu kaufen. Wir empfehlen den Shop „ I, Heritage “ in der Nähe des Marktplatzes und unsere geführte City Tour.

Gegen 18.00 Transport zum Kilimanjaro International Airport, wenn sich nicht die Besteigung des Kilimanjaro anschließt. Die Kombination der Biketour mit einer Gipfelbesteigung ist auch für eine gute Akklimatisation am Berg sehr günstig. Darüber hinaus begleiten Sie unsere Bike Guides auch zum Uhuru Peak und Sie werden erleben, dass es Experten für beide Disziplinen sind.

   

<nach oben>