Erfahrungsberichte Bergtouren

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Gruppe Krick vor Kibo
Gruppe Krick
 
 

Unsere Altersrekordhalter Babu Volkmar (Lemosho Route)
Gruppe Krick, Deutschland

Gruppe Krick vor Kibo

Wir - eine Dreiergruppe - waren im Sept mit Gerald Meela, Jona und vielen Helfern am Kibo. Unser Senior Volkmar (66) und auch Florian (39) waren oben, ich bekam am Aufstiegstag Fieber und musste absteigen. Die gesamte Tour über die Lemosho-Route war bestens organisiert. Gerald koordinierte den Tagesablauf ruhig und besonnen, wir waren auch immer mit hervorragendem Essen, z. B. frischem Gemüse und Obst versorgt. Auch das Tempo des Aufstieges und die Höhenanpassung waren gut gewählt.
Die Mannschaft von Chagga Tours möchte ich uneingeschränkt weiterempfehlen!
Werner aus Ansbach

   
   

Mt. Meru zur Akklimatisation
Alfred Ressenik, Deutschland

Wanderung am Mt. Meru zur Akklimatisierung
Wir (Alexandra & ich - Alfred) buchten bei Chagga Tours die Besteigung des Meru + Besteigung des Kili + Safari + Strandtage in Sansibar. Die Reise dauerte 3 Wochen vom 24. August bis 15. September 2007. Hier ein Bericht unserer Besteigung des Mount Meru (4.562m), den wir als Akklimatisierungstour für die Kilibesteigung in unser Programm aufgenommen haben.

24. August - Anreise nach Moshi
Transfer zum Hotel, wo man uns freundlicherweise um 22:00 das Abendessen auftischen will ... kein sonderlicher Appetit mehr, da ausreichende Verpflegung im Flieger ... essen etwas Fisch, überraschend schmackhaft ... trinken eine Tasse Kaffee, überraschend schwach ... trinken tansanisches Bier (Kilimanjaro), überraschend gut ... fallen ins Bett ... zu wenig Aufmerksamkeit für Moskitonetz ... die Tierchen sollen auch etwas von uns haben ... schlafen trotzdem gut

25. August - Moshi
Fahrt nach Moshi ... mit Freddy die Moshi Highlights besichtigen - Bahnhof, Moschee, Busbahnhof, Markt ...

26. August - Aufstieg zur Miriakamba-Hütte (2.500m)
... bekommen Oswald als Ranger zugeteilt ... Oswald hat ein Gewehr dabei (brauchen wir das ?) ...... wandern auf einer Forststraße leicht bergauf ... kleine Pause beim großen Feigenbaum ... wandern guter Dinge weiter ... kommen um eine Biegung ... auf einmal steht ein riesiger Büffel vor uns Büffel senkt das Haupt ... Oswald reißt blitzschnell das Gewehr an sich und ladet durch ... Büffel verschwindet im Unterholz ... wir sind wohl etwas blass geworden ... nur gut, dass uns Oswald am Anfang erklärt hat, wir sollen bei einer Büffelattacke den Bauchgurt vom Rucksack öffnen und uns flach auf den Boden legen - der Büffel würde dann den Rucksack auf die Hörner nehmen und sich evtl. davonmachen ... wir öffnen den Bauchgurt unseres Rucksacks ... suchende Blicke, ob es einen leicht zu besteigenden Baum in unmittelbarer Nähe gibt als Alternative zu Oswalds Empfehlung ... vergeblich, nur schwer zu besteigende Bäume, sind ja auch
im tiefsten Regenwald ... Oswald flüstert: der Büffel versteckt sich und wartet bis wir vorbeigehen, um uns von hinten zu attackieren ... wir vergewissern uns, dass der Bauchgurt offen ist ... Oswald vergewissert sich, dass eine (die?) Patrone geladen ist ... wir warten gespannt und lauschen ... bei jedem Blatt, das auf den Boden fällt, zucken wir zusammen ...

Fazit - Aufstieg durch Regenwald ist sehr empfehlenswert ... anschließend Lager beziehen, rasten, Tee trinken, unterhalten mit anderen Wanderern ... kurz bevor es finster wird, macht es auf und wir sehen zum ersten Mal den Kili in 80km Entfernung ... einfach super ...

27. August - Aufstieg zur Saddle Hut (3.500m)
6:30 auf ... erfahren, dass Hyänen in der Nacht um die Hütten gestrichen sind ... Regen lässt gerade nach ... Frühstück (sehr ausreichend und gut wie alle Mahlzeiten auf den Wanderungen) ... starten als erste um 8:00 bei dichtem Nebel ... Aufstieg zur Saddle Hut soll lt. Tom Kunklers Kilimanjaro-Buch sehr anstrengend und teilweise trittsicherheit erfordern ... am Anfang guter Steig mit vielen Stufen durch flechtenbehangenem Regenwald, der mit zunehmender Höhe flechtiger und lichter wird ... viele Büffelspuren aber keine Büffel ... nach einer Stunde kommen wir durch den Nebel in einen strahlenden Sonnenschein ... tolle Stimmungen ... bei 3.000m bleibt der Wald zurück und der Meru-Gipfel zeigt sich das erste Mal ... Kili haben wir nun im Rücken ... die, die heute Gipfeltag haben, haben sehr viel Wetterglück ... Weg ist weder anstrengend noch steil noch schwierig ... einfach eine schöne Wanderung nun in vielen Serpentinen durch hohes Erikagebüsch ... vielleicht war die Wegführung bei Kunklers Besteigung noch anders ... kommen um eine Biegung ... nein, diesmal kein Büffel sondern die Saddle Hut taucht auf ... sind schon vor 12:00 dort ... rasten, Tee trinken und essen etwas, eine Gruppe von 15 Österreichern kommt um 14:00 vom Meru Gipfel herunter ... ziemlich erschöpft aber "schön war's" ... sind kurz nach Mitternacht los ... brauchten über 7 Stunden bis zum Gipfel ... wir steigen auf den Little Meru (3.800m) zur besseren Akklimatisierung ... es geht uns super

28. August - Mount Meru (4.562m) und Abstieg zur Saddle Hut
um 2:00 ... kleines Frühstück ... halbe Stunde später los wieder mit Oswald und Peter ... ca. 0 Grad,
sternenklar und Vollmond ... brauchen keine Taschenlampe ... eine gute Stunde zum Rhino-Point (3.800m) ... dann über Felsen etwas bergab ... lt. Kunkler soll Weg um einiges schwieriger sein als alles am Kili ... einige Passagen im Gipfelbereich sollen sogar Gelände für Klettersteig sein jedoch ohne Absicherungen ...

... spüren nun die Höhe ... erreichen um 6:30 den Gipfel ... Freude ist natürlich riesig ... sind die einzigen auf dem Gipfel ... problemloser Abstieg zur Saddle Hut ... wir vereinbarten, dass wir auch diese Nacht in der Saddle Hut übernachten wegen besserer Kili-Akklimatisierung (machte sich auch voll bezahlt) ...

 29. August - Abstieg zum Momella Gate und Rückkehr nach Moshi
5:00 auf ... Frühstück und bei Morgendämmerung los ... toller Sonnenaufgang ... erneut Wolkenmeer tief unter uns ... viel Büffeldung aber keine Büffel ... warmer Elefantendung aber keine Elefanten ... sind bereits vor 8:00 in der Miriakamba-Hütte ... treffen andere Gruppen, die am Vortag dorthin abgestiegen sind ... diesmal auf dem Normalweg zum Momella Gate (nördlicher Weg) ... bei weitem nicht so interessant wie der südliche ... 'nur' ein friedlicher Büffel sowie Giraffen knapp vor dem Gate ... Ende der Wanderung ... eine Runde Bier und Verabschiebung ... Mike kommt uns abholen mit altem Toyota ... Autopanne kurz vor Moshi ... mit Taxi zum Hotel ... Ende Meru-Abenteuer

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Catherine McNair - zur Lemosho route
Fritz Iglar
 
 
Genusstour über die Umbwe zum Kibo
Fritz Iglar, Österreich

11 Personen unterschiedlichster Prägung, zwischen 35 und 66 Jahre alt, haben sich zu unserem Unternehmen zusammengefunden um den Kili außerhalb der gängigen Norm zu besteigen. Erstens wollten wir auf keinem der gängigen Anstiege unser Ziel erreichen, zweitens wollten wir nicht in der Nacht herumstolpern und drittens noch dazu im Krater nächtigen. Chagga Tours hat dies ermöglicht. Der 15. Februar 2007 war unser Gipfeltag an dem wir vom vorgeschobenen Barafucamp auf 4880 m knapp vor 8 Uhr Richtung Stella Point aufbrachen. Um die Mittagszeit ziehen Wolken um den Gipfel des Kili und so steigen wir in Nebel gehüllt bei Temperaturen um die 0 ° Celsius dem Dach Afrikas entgegen. Um 14 Uhr stehen 11 stolze Frauen und Männer mit unseren Führern allein auf dem höchsten Punkt Afrikas und zu unserer Freude lässt sich auch noch die Sonne blicken. Beinahe eine Stunde halten wir uns auf dem Gipfel auf, um dann über eine Schneeflanke sicher die Arena innerhalb des Kraters zu erreichen, in der bereits in Nachbarschaft zum Furtwänglergletscher unsere Zelte errichtet sind. Alle überstehen die Nacht und die minus 13 ° Celsius am Morgen ohne Schaden nur das Wetter spielt nicht mit und so macht nur eine kleine Mannschaft die Kraterrunde. Ein besonderes Bedürfnis ist es mir für die sehr gute Betreuung und das freundschaftliche Zusammenwirken mit unseren Begleitern zu danken. Nur diese Kombination haben uns diesen Erfolg beschert und mit Mike, Fredi, Paul, den Köchen und Kingdom, um nur einige stellvertretend für alle zu nennen, haben wir wieder gute, stets gut gelaunte und verlässliche Freunde gewonnen. Ich war diesmal zum dritten Mal am Kibo und weiß ein solches Umfeld besonders zu schätzen, welches für den Erfolg unerlässlich ist. Chagga Tours mit Christina als Frontfrau ist die einzige Agentur die zu allen Leistungen verbindliche Preise bereitstellt. Das Einzigartige ist aber die Includierung der Trinkgelder in den Tourpreis und die faire Bezahlung unserer Begleiter. (Ausführlicher Bericht als PDF.)

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Catherine McNair - zur Lemosho route
Catherine McNair
 
 
Lemosho-Route für Genießer
Cathrine McNair, U.K.

Wir fanden die Lemosho-Route wunderschön. Am ersten Tag läuft man durch üppig, schattigen Regenwald, in dem auch viele violette afrikanische Feilchen wachsen. Wir hatten Glück und konnten schwarze und weiße Colobus-Affen beobachten. Am zweiten Tag beim Aufstieg zum Shira Plateau läuft man durch einen ungewöhnlichen Wald aus mannshohem Heidekraut. Der zweite Tag endet auf der Shira-Route. Die nächsten zwei Tage verläuft der Trail langsam ansteigend über das Shira Plateau. Die Szenerie wechselt über Moorland zum Gebirgshochland mit Pflanzen, die es nur in Afrika gibt. Am fünften Tag erreicht man den Hang des eigentlichen Gipfels, es gibt fast keine Vegetation mehr und man fühlt sich wie auf einem anderen Planeten. In der folgenden Nacht startet dein Gipfelversuch. Es ist wirklich harte Arbeit, aber der Blick vom Uhuru Peak bei Sonnenaufgang bringt eine tiefe Befriedigung, es geschafft zu haben. An den beiden letzen Tagen steigt man relativ schnell ab, wir fühlten uns müde aber glücklich. Mir hat diese Route sehr gut gefallen weil man viele verschiedene Landschaften durchläuft. Ich fand es auch gut, dass man der Kibo-Spitze langsam näher kommt und die Route es erlaubt, den Berg zu umrunden und seine verschiedenen Gesichter zu sehen.

   
 
jutta deters in front of kilimanjaro crater
Jutta Deters
 
 
Mein dritter Kilimanjaro Besuch war mein schönster!
Jutta Deters, Deutschland
 

Im Herbst 2005 planten wir die erneute Besteigung des Kilimanjaros. Ich hatte den Berg bereits 1998 und 2003 mit Erreichen des Uhuru Peak zwei Mal bestiegen. Da die Gletscher voraussichtlich in 20 Jahren abgeschmolzen sind, war uns das intensive Erleben der Gletscherwelt neben dem Erreichen des Uhuru Peak das Wichtigste an der Reise. Schnell war die Idee geboren, im Krater zu übernachten. Es hatte zum Zeitpunkt unseres Abfluges nach Kenia einen schweren Bergrutsch mit vielen Verletzten und insgesamt 3 Toten an der Western Breach gegeben, so dass die Route von der Nationalparkverwaltung gesperrt worden war.
Für konditionsstarke Berggeher ist die Umbwe Route ein traumhafter Tourenbeginn. Am Baranco Camp stößt man auf die anderen Routen. Da wir insgesamt 7 Tage für die Besteigung Zeit hatten, beschlossen wir, folgende Übernachtungsplätze: Forest Camp, Baranco Camp, Karanga Valley, Barafu Camp, Crater Camp, Mweka Camp. Geplant war eigentlich am gleichen Tag die Besteigung des Uhuru Peaks und am nächsten Tag der Besuch des Reuschkraters und Abstieg zum Mweka Camp. Da wir aber wesentlich schneller als normal am Stella Point ankamen, schlug uns Mike, unser Guide vor, doch an diesem Tag den Krater zu erkunden um am nächsten Tag zum Sonnenaufgang auf dem Uhuru Peak zu stehen. Während also die Mannschaft zum Crater Camp ging, umrundeten wir den Reuschkrater mit traumhaften Blicken zu den verschiedenen Gletschern und zum Mawenzi. Als Krönung des Tages gingen wir dann sogar noch bis zum inneren Krater, aus dem noch immer Schwefeldämpfe aufsteigen. Einblicke, die nicht viele Bergsteiger am Kilimanjaro erleben dürfen. Nach Erreichen des Crater Camps umrundeten wir am Nachmittag noch den Furtwangler-Gletscher, den man hautnah genießen kann und fielen abends glücklich und zufrieden in den Schlafsack. Das Schlafen hat in 5700 m Höhe allerdings nicht ganz so gut geklappt. Am nächsten Tag standen nur noch knappe 200 Höhenmeter auf dem Programm und so genossen wir fit und wie geplant zum Sonnenaufgang den höchsten Punkt Afrikas.

Der Abschied von unserer Mannschaft viel uns schwer. Alle hatten zum guten Gelingen der Besteigung beigetragen. Ein besonderes Lob gilt aber unserem Koch James. Was er, selbst in 5700 m Höhe, gezaubert hat, war aller erste Sahne. Sehr positiv aufgefallen sind uns auch die gute Laune und das gute Zusammenspiel der ganzen Mannschaft. Bei uns war immer gute Stimmung, was man von anderen Mannschaften nicht immer behaupten konnte. Auch das Hotel in Moshi (Keys Hotel) ließ keine Wünsche übrig. Die Zimmer und das Essen waren gut. Der Ausblick auf den Kilimanjaro nicht zu Toppen und auch dort war die Bedienung immer freundlich.

Mein dritter Kilimanjaro Besuch war mein schönster. Das Gelingen einer solchen Reise hängt nicht vom günstigsten Preis sondern von der Leistung vor Ort ab. Wie man aus dem oben geschriebenen ermessen kann, haben mein Reisebegleiter und ich wunderschöne Tage am Kilimanjaro verbracht und ich wünsche jedem Bergsteiger ein ähnlich gutes Gelingen.
 
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Hugo Fruehauf auf der Spitze des Kilimandscharo
Hugo Fruehauf
 
 
Der Kilimanjaro – das Bergerlebnis meines Lebens
Hugo Fruehauf, USA

Dieser Aufstieg auf den Kilimanjaro war eine großartige Erfahrung für mich – das Bergerlebnis meines Lebens. Ich entwickelte ungeahnte Kräfte und einen Willen, von dem ich vorher nichts ahnte. Obwohl ich angenommen hatte, die Spitze zu erreichen, wurde mir im Verlauf der Tour die Möglichkeit des Scheiterns immer stärker bewusst. Und in dieser Situation kommt es auf einen genialen Bergführer wie Michael Nelson an...er machte das offensichtlich unmögliche möglich. Ohne ihn hätte ich den Kilimanjaro nicht besteigen können...er ist der Beste!


   
 
Stefan Materna aus Deutschland und Porter Freddy
Freddy und Stefan
 
Es traf mich völlig überraschend!

Stefan Materna, Deutschland  

Als begeisterter und gut trainierter Hochgebirgswanderer und Fitnesssportler fingen mir in 5.000 m Höhe die Knie an weich zu werden und es setzte ein unbezwingbarer Schwindel ein.
Auf ca. 5.200 m erklärte ich mich nach Anraten unserer Bergführers Mike schließlich bereit umzukehren.
Dieser Entschluß bedurfte keiner langen Überlegung mehr, denn ich wollte selbst so schnell wie möglich raus aus dieser beunruhigenden Situation und auch die drei anderen Wanderer in der Gruppe rieten zum Abstieg.
Zum Glück hatten wir neben Mike und dessen Assistenten James noch den bergerfahrenen Porter Freddy mitgenommen, der mich nun in tiefer Dunkelheit über den vereisten Steig sicher in das letzte Lager zurück führte.
Während die Gruppe den Kili bezwang, erholte ich mich im Zelt und bewältigte den gemeinsamen Abstieg nach Mweka am gleichen Tag schon wieder problemlos.
   
 
Jan Benthin aus Deutschland ueber seine Erfahrungen am Kilimanjaro
Jan Benthin
 
 
Afrika – ganz anders als erwartet

Jan Benthin, Deutschland

Afrika kennt man aus unzähligen Fernsehdokus: heiße brennende Sonne, Savanne, wilde Tiere. Doch mir offenbarte sich ein anderes Afrika: wechselhaft, geheimnisvoll, im Verborgenen liegend.
Mike führte uns in eine karge Welt fast ohne Tiere, doch von überraschender Vielfalt der Flora. Auf Höhen in denen in Europa nicht mal mehr die kleinste Flechte zu finden wäre, wachsen hier noch baumartig anmutende Sukulenten.
Die ersten Tage auf der Machame-Route waren sehr einfach. Doch die letzte Etappe hatte es in sich: Aufbruch um Mitternacht, um sich 7,5 Stunden in der Dunkelheit nach oben zu quälen. Dank andauernder Windstille waren die hohen Minusgrade kaum zu bemerken. Bei 5.500 m musste ich mit kleinen Anzeichen der Höhenkrankheit kämpfen – mein Schritt wurde etwas unkoordiniert und mein Blutdruck stieg stetig an. Nach einer kurzen Pause am Stella Point im Morgengrauen ging es Dank den Überredungskünsten des Assistent-Guides James weiter zum Uhuru Peak. Die Aussicht war unvergleichlich schön und entschädigte für alle Mühen der langen Wanderung.
   

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Oliver Pannke nach seiner Kilimandscharoumrundung mit dem Fahrrad
Oliver Pannke
 
Erfahrungsberichte Biketouren

Afrika – ein Erfahrungsbericht

Oliver Pannke, Deutschland

Die Kili-Umrundung ist eine klasse Ergänzung zur Kilimanjarobesteigung und den oft angebotenen Safaris. Die Route führt abwechslungsreich über staubige Pisten, anspruchsvolle Climbs und rasante Downhills auf festen Lehmpisten durch wunderschöne Landschaften. Die Zwischenstops und Camps sind sehr überlegt ausgewählt und die Tour bietet viel Kontakt zu den Menschen, die diese Gegend bewohnen. Auch die Verpflegung und der Komfort der Unterbringung lässt keine Wünsche offen.
 
   
 
Matthias Schönstein
 
Ol Doinyo Lengai Ausbruch
Ol Doinyo Lengai Ausbruch
 
Übe das Speerwerfen
 

Bike und Asche
Matthias Schönstein, Deutschland

Habe im September 2007 an der Kili-Umrundung mit dem MTB teilgenommen. Wir waren eine Gruppe von vier Personen, welche den Kilimanjaro an sechs Tagen umrundeten. Die Organisation von Chagga-Tours war sehr gut, da die einzelnen Tagesetappen von 30 - 85 km sehr gut abgestimmt waren. Die Betreuung durch die Crew (die Guides Mike und James sowie Fahrer und Koch) war vorbildlich.

Durch die jeweiligen Unterkünfte vor Ort, welche sich in der Regel abseits der touristischen Pfade befanden, bekamen wir regelmäßig Kontakt zur einheimischen Bevölkerung. Der fünfte Tag war als Ruhetag zwischen den beiden längsten Etappen erholsam, zumal die dortige Unterkunft in Ndarakwai Ranch von der Art der Unterbringung mitten im Nationalpark einzigartig war. Ein Night-Gamedrive sowie eine Walking-Safari im Nationalpark waren im Hinblick auf das Tiervorkommen sehr lohnend.

MTBs werden zwingend benötigt, da die wesentlichen Teile der Kili-Umrundung auf Pisten gefahren werden. Die Pisten sind in der Regel gut zu befahren. Gelegentliche technische Feinheiten erfordern fahrerisches Geschick. Ein (voll)gefedertes Bike ist von Vorteil. Die Kili-Umrundung dient auch als Akklimatisierung für eine anschließende Kili-Besteigung, zumal wir uns durchgehend auf Höhen zwischen 1.200 m und 2.000 m bewegt haben.

Aufgrund einer beeindruckenden Dia-Show eines Freundes und div. Fotos von Mike habe ich im Anschluss eine Tour zum Ol Doinyo Lengai Vulkan in der Region Lake Natron gebucht. Aufgrund der Aktivitäten des Vulkanes im Juli dieses Jahres war mir durchaus bewusst, dass der Vulkan z. Zt. überaus aktiv ist und eine Besteigung evtl. problematisch sein könnte. Nachdem sich der Vulkan zwischenzeitlich beruhigt hatte, sind wir dann nach einem kurzen Besuch des Lake Manyara NP an den Lake Natron gefahren. Leider hatte sich dort dann herausgestellt, dass der Ol Doinyo Lengai vier Tage vor unserer Ankunft erneut ausgebrochen ist, und ca. 40 Rinder und Ziegen aus dem Leben befördert hat. Glücklicherweise haben an diesem Tag keine Vulkanbesteigungen  stattgefunden. Wir haben daher von einer Besteigung des Ol Doinyo Lengai, aufgrund der noch erheblichen Aktivität Abstand genommen. 

Ich habe es stattdessen vorgezogen, mit den dortigen Massai das Werfen eines Massai-Speers zu üben. Ein Massai-Speer hat neben der Speerspitze eine weitere abgeflachte Spitze an der Schaftseite. Das Werfen eines Speers erfordert daher ein entsprechendes Handling, ohne sich am Hals oder am Ohr zu verletzen. Der Aufenthalt am Lake Natron war trotz der gecancelten Vulkanbesteigung aufgrund der landschaftlichen Besonderheiten lohnend. Die Stimmung im Massai-Camp war auch aufgrund der sehr abgeschiedenen Lage einzigartig. Die Massai sind trotz der eher geringen Englisch-Kenntnisse sehr höflich und hilfsbereit. Für mich hat sich der Aufenthalt dort besonders in das Gedächtnis eingeprägt. Ein erneuter Besteigungsversuch bleibt daher dem nächsten Tansania-Urlaub vorbehalten.

   
 
Jan Benthin - erste Erfahrungen mit dem KiliCircle
Jan Benthin
 


Afrika – zweirädrig entdecken

Jan Benthin, Deutschland

Der Kilimanjaro erschließt sich per Bike auf eine ganz andere Weise: man lernt nicht nur die einzigartige Landschaft kennen sondern auch deren Bewohner. Von w
eitem begrüßten einen die herbeilaufenden Kinder oftmals mit einem hysterisch ausgestoßenen „Wazungu“ (Weißer). Bei unseren Zwischenstops wurden wir aus einer zwiespältigen Mischung aus Interesse und Zurückhaltung neugierig beäugt. Einmal bot sich sogar die Gelegenheit das einheimische Bananenbier zu probieren. Wer einen Afrikatrip abseits aller Touristenpfade machen will, ist hier genau richtig. – Straßen aus Asphalt, Stein, Lehm und Modder eingerahmt von einer wunderschönen Landschaft.

   
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