Chagga Tours LTD ist eine in Tansania registrierte Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die ihre Steuern in Tansania entrichtet. Wir sind dem nachhaltigen Tourismus verpflichtet. Das äußert sich u.a. in der fairen Bezahlung unserer Mitarbeiter.
Gegenwärtig erhält ein Träger 13$ am Tag, ein Koch 18$, und ein Assistent-Bergführer 25$ und ein Bergführer 35$. Diese Bezahlung liegt über den ab Juli 2004 in Kraft getretenen Regelungen der Nationalparkverwaltung. Durch die faire Bezahlung und die guten Arbeitsbedingungen können die uns anvertrauten Bergwanderer sicher sein, eine erfahrene, verantwortungsbewusste Mannschaft zu bekommen.
Um Dumping-Preise bieten zu können, behandeln einige Veranstalter ihre Träger schlecht und zahlen geringe Löhne (s. http://travel.timesonline.co.uk/article/0,,10295-1469243,00.html; 5.2.2005, Porters’ protest march in Tanzania). Man sollte sich fragen, wie Preise von um 900$ für eine 6-
tägige Machame-Tour zustande kommen und inklusive Nationalparkgebühr von 630$. Praktisch alle Tourcompanys erwarten für die Träger und Bergführer Trinkgelder von den Bergwanderern und einige benennen auch schon mal die Mindesthöhe auf ihren Webseiten. Auch so kann man den Preis der Tour auf den ersten Blick reduzieren.
Wir brechen mit dieser verzichtbaren Tradition und fragen nicht nach Trinkgeld, Sachen oder andere Unterstützung.

Was heißt eigentlich „nachhaltig“? Ein Synonymwörterbuch von 1978 sagt dazu „dauernd“. Wir wollen als Tourismusfirma dauernd existieren und erfolgreich sein. Unser Traum ist ein Betriebsausflug nach Sansibar. Die meisten unserer Mitarbeiter waren noch nie dort. Um dauernd, um ausdauernd zu sein, müssen wir im marktwirtschaftlichen Sinne erfolgreich sein und Profit machen. Profit ist das was nach Abzug der Kosten von den Einnahmen übrig bleibt und wer von unseren Bergwanderern weiß schon, daß die Lizenz zum Bergwandern 2000$ pro Jahr kostet und die Erstellung der Jahresbilanz der Firma 500$ oder ein Liter Benzin, von dem die so urigen Land Cruiser so viel verbrauchen fast einen Euro. Wir sind überzeugt, dass nachhaltige Entwicklung in Afrika heißen muss: aus eigener Kraft, mit viel Fleiß und zu marktwirtschaftlichen Preisen.